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Gruppe C: Australien – Peru 0:2
Gruppe C: Dänemark – Frankreich 0:0

1982 lebt

Man schrieb das Jahr 1982. Eine Weltmeisterschaft in Spanien. Zwei Mannschaften, die sich einigten, dass es nichts mehr zu tun gilt, weil ein 1:0 für Deutschland gegen Österreich beiden zum Weiterkommen passt und Algerien und Chile sauertöpfisch durch die Finger schauen können.

Was als „Schande von Gijón“ bekannt und tief geschätzt wurde, hatte zur Folge, dass seitdem die letzten beiden Gruppenspiele zeitgleich stattfinden sollten, damit solche taktischen Absprachen nicht mehr den Spaß am Zuschauen verderben könnten. Denkste!

Es gibt sehr wohl Konstellationen, die taktisches Rasenschonen provozieren. So auch im Spiel Dänemark gegen Frankreich, wo klar war, dass beide mit einem Unentschieden weiterkommen würden. Trotz aller Beteuerungen, dass man auf Sieg spielen wolle, da man ja schließlich Gruppensieger werden wolle, begann das Match recht beschaulich, ging gemütlich weiter und endete in einem unrühmlichen 0:0 – übrigens das erste in der laufenden WM.

Wenn eine Mannschaft dem Tor einmal nahe kam, hatte man immer das Gefühl, dass so manch Spieler jetzt entsetzt war, dass er eine Schussmöglichkeit hatte und lieber den Ball einem glücklichen Zuschauer spendete, als zu sehr in Richtung Tor zu schießen.

Da ist die Überlegung mit 3er-Gruppen, ohne Unentschieden – sprich mit Verlängerung und ggf. Elfmeterschießen – in der die ersten beiden weiterkommen, eine lobenswerte. Natürlich gäbe es auch dort eine Konstellation, die solch unsägliche Spiele ermöglichen würde, diese wäre allerdings weniger wahrscheinlich, müsste doch der Gruppenfavorit seine beiden Spiele in den Sand setzen.

 

So jedenfalls schlendern Frankreich und Dänemark ausgeruht ins Achtelfinale, auch wenn es etwas besser kaschiert wurde als vor 36 Jahren. Bravo!


Gruppe D: Nigeria – Argentinien 1:2
Gruppe D: Island – Kroatien 1:2

Wechselbad

In einer Achterbahn ist es nicht ungewöhnlich, dass der Adrenalinspiegel einen wilden Wechsel erfährt. Auf einer fußballerischen Achterbahn befanden sich Nigeria und Argentinien, änderte sich doch mit jedem Tor die Gruppenkonstellation und jemand anderes befand sich auf dem absteigenden Ast.

Unglaublich intensiv und an Spannung kaum zu überbieten, ließen sowohl die Nigerianer als auch die Argentinier nichts aus, um den Sieg für sich zu behaupten.

Das glückliche Ende konnte in der Schlussphase Argentinien verbuchen und die Erleichterung eines ganzen Landes war nach dem Schlusspfiff wahrscheinlich bis hinauf nach Mexiko zu spüren.

 

Durch Argentiniens zweiten Platz kommt es im Achtelfinale schon zu einem Großkaliber-Treffen, bekommen es „La albiceleste“ doch mit Frankreich zu tun.

Favorisierte Kroaten treffen auf ambitionierte Dänen, die sicher auch noch nicht nach Hause wollen.

 

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