Gruppenfinale A und B

Gruppe A: Uruguay – Russland 3:0
Gruppe A: Saudi-Arabien – Ägypten 2:1

Gradmesser

„Eine Mannschaft kann immer nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt.“ Was nach einer Binsenweisheit klingt, beleuchtet einmal mehr die Leistung einer hoch bejubelten Mannschaft neu. So konnte Russland in keiner Phase an seine Leistungen aus den beiden vorigen Spielen anknüpfen und musste sich einem starken Uruguay geschlagen geben.
Da stellt sich automatisch wieder die Frage, ob Russlands Qualität in den Auftaktspielen eher dem Gegner als eigenen grandiosen taktischen und spielerischen Fähigkeiten geschuldet ist. Die nächste Bewährungsprobe steht jedenfalls mit Spanien an und es gilt, im Achtelfinale zu zeigen, dass man mehr kann als gegen schwach aufspielende Gegner zu glänzen.

Saudi-Arabien verabschiedet sich in einem unterirdischen Spiel mit einem Sieg aus dem Turnier. Die Ägypter nehmen 0 Punkte mit und müssen im nächsten Anlauf in 4 Jahren zeigen, dass sie mehr können. Eine kleine Wertschätzung für die Fans wäre es jedenfalls gewesen, wenn allen voran der Superstar der Mannschaft ein wenig mehr Freude auf den Platz hätte bringen können.


Gruppe B: Spanien – Marokko 1:1
Gruppe B: Iran – Portugal 2:2

Mühsam ernähren sich so manche Eichhörnchen

Spannung ist eines der wichtigsten Zuschauerfreuden beim Fußball. Tore und tolle Spielzüge sind zwar auch ganz nett, aber was einen wirklich mitreißen kann ist die Spannung. Dafür bedarf es manchmal nur ein Parallelspiel, in dem es für 3 Mannschaften um alles geht, einen schlampig agierenden Favoriten und einen um jeden Preis gewinnen wollenden Underdog.
Die Spanier in der besten Ausgangslage, aber dennoch nicht völlig sicher im Achtelfinale, trat nicht so auf, als nähmen sie das Spiel sonderlich ernst und gerieten prompt 2 Mal in Rückstand, den sie letztlich noch glücklich aufholen konnten.
Portugal spielte recht stark gegen gut verteidigende Iraner, ließ aber in der letzten halben Stunde ordentlich nach und stärkte die Iraner, die sich ihrerseits nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben konnten.
Negativ herauszustreichen ist ausnahmsweise der Videobeweis, der in Verbindung mit einer schwachen, unsicheren Schiedsrichterleistung eher katastrophale als hilfreiche Ausmaße annehmen kann.
Aber wo Licht ist, ist bekanntlich der Schatten nicht fern.

Share this Post: